Bund fördert „Störauf“ mit 2,7 Millionen Euro

Bund fördert „Störauf“ mit 2,7 Millionen Euro

„Wasser in die Stadt“ schafft besseres urbanes Klima

Im Rahmen eines Bundesförderprogrammes fließen 2,7 Mio. € nach Itzehoe. Die Förderzusage mit einer Förderquote von 90 % steht, jetzt sind die Stadt und die Itzehoer Bürgerinnen und Bürger gefordert.

Erfreut über den Erfolg zeigt sich der CDU-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Steinburg – Dithmarschen Süd Mark Helfrich: „Es ist schön zu sehen, dass mein Werben für das Projekt „Wasser in die Stadt“ Früchte getragen hat. Das Projekt besitzt enormes städtebauliches Potenzial, ergibt aber in Zeiten von Klimawandel vor allem auch ökologisch Sinn.

Im Ergebnis wird die Itzehoer Innenstadt attraktiver, gewinnt an Aufenthaltsqualität und bekommt „ihr Herz zurück“, wie es die Störauf-Initiatoren um Michael Ruff formulieren würden. Mein ausdrücklicher Dank geht daher an den Verein Störauf und seine engagierten Mitglieder.

Helfrich hatte sich im Vorfeld mit großem Engagement dafür eingesetzt, dass das Projekt „Wasser in die Stadt“ – besser bekannt unter dem Namen „Störauf“ – in dem Förderprogramm umfassend berücksichtigt wird.

Mit Erfolg: Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat die Projektliste in dieser Sitzungswoche abschließend beschlossen. Im Falle Itzehoes sollen die Mittel für den Bau eines Wasserspielplatzes und für Abschnitte der Störschleife südlich des Innenstadtsanierungsgebietes verwendet werden. Die Abschnitte der Störschleife im Innenstadtsanierungsgebiet, d.h. das Theaterumfeld, werden bereits aus dem Städtebauförderprogramm „Aktive Stadt und Ortsteilzentren“ mit rund 6,7 Mio. Euro hälftig von Bund und Land gefördert.

Das zeigt: Das Projekt Störauf hat die Qualität, erhebliche Fördermittel einzuwerben. Erschwert wird dies allerdings durch die seit Jahren offene Situation um einen von der Ratsversammlung beschlossenen Bürgerentscheid. Wir hätten aktuell zusätzlich noch Gelder in Höhe von rund 4 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ einwerben können, wenn es in Itzehoe schon eine abschließende Beschlusslage pro Störauf gegeben hätte. Diese Auswirkung des ausstehenden Bürgerentscheids ist besonders fatal, weil die Finanzierungsfrage zurecht ein Entscheidungskriterium für viele Itzehoerinnen und Itzehoer sein wird.

Wichtig ist jetzt ein klares Bekenntnis zum Projekt unter dem Vorbehalt der Finanzierbarkeit. Ich kann daher nur eindringlich dazu aufrufen, sich hier zeitnah zu entscheiden, da die Fördermittel für solche Vorhaben derzeit noch vorhanden sind. Ob dies trotz der finanziellen Kraftanstrengungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in der Zukunft noch so sein wird, ist mehr als fraglich.“

Mit dem Sonderprogramm „Modellprojekte zur Klimaanpassung und Modernisierung in urbanen Räumen“ verfolgt der Bund das Ziel einer klimaangepassten Stadtentwicklung und einer Reduzierung von Treibhausgasemissionen. Dafür wurden unter der Federführung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages solche Vorhaben gefördert, die durch die gezielte Entwicklung und Modernisierung von Grünflächen und Gewässern einen besonders qualitativ hochwertigen Beitrag zur CO2-Minderung und Verbesserung des urbanen Klimas leisten.

Das Sonderprogramm ist mit Bundesmitteln in Höhe von 200 Mio. Euro ausgestattet. Die Förderquote beträgt 90 % der förderfähigen Kosten. Es werden bundesweit insgesamt 107 Projekte gefördert.